1. Mai 2026
Um 06.00 treffen sich die zuständigen Jäger, zwei Helfer:innen und die Piloten um die 14 Hektar grosse Wiese eines Bauern nach möglichen Rehkitzen abzusuchen. Wir orten drei Rehgeissen und einen Rehbock in der Wiese. Kitze sind keine vorhanden. Weil die Wiese an einen Wald grenzt, verteilen sich die Jäger und Helfer solange dem Waldrand entlang, bis der Bauer mit dem Mähwerk eintrifft und eine breite Schneise mäht. So lässt sich vermeiden, dass eine Rehgeiss mit einem Kitz vom Wald in die Wiese wechselt.
30. April 2026
Rechtzeitig den Flughafen über unsere Flüge informiert, beginnen wir um 06.30 mit drei nahe beieinander gelegenen Wiesen. Einzig eine Katze findet sich dort. Diese kann durch die Helfer:innen zum verlassen der Wiese motiviert werden - zu ihrer eigenen Sicherheit. Den Bauern informiert, kommt der dann mustergültig gleich vor Ort und beginnt zu mähen.
Wir begeben uns nun zu den fünf weiteren Wiesen und haben bald gegen einen recht kräftigen Wind als Gegner anzukämpfen. Zum Glück sind die auftretenden Böen noch im tulerierbaren Rahmen, aber es gilt noch mehr Vorsicht walten zu lassen. In einer der Wiesen ist lediglich eine weitere Katze unterwegs und auch die verlässt die Wiese bald.
In der Folge kann der Bauer alle Wiesen ohne Störungen mähen.
25. April 2026
In der gestern nicht beurteilbaren Wiese sind um 06.00 die Suchbedingungen nun ideal und so dauert es nicht lange, Entwarnung geben zu können. Immerhin sehen wie einen Rehbock nahe bei der Wiese am Waldrand und zwei Rehe in einer Wiese in der weiteren Umgebung. Der Bauer geht im Anschluss gleich mähen.
24. April 2026
Es ist immer sehr kritisch, wenn ein Bauer erst am späteren Vormittag Wiesen anmeldet und diese dann am Nachmittag mähen will. Die Sonneneinstrahlung führt dazu, dass beim Suchflug jede Menge Wärmepunkte entstehen, die einen erheblichen Mehraufwand beim Suchflug bedeuten und ein im Prinzip vermeidbares Restrisiko darstellen. Fünf Wiesen haben wir so geprüft und davon eine als definitiv zu unsicher zum mähen taxieren müssen. Alle Wiesen darum zweifach abgesucht und die zu gefährliche auf Morgen in der Frühe verschoben war die Mission am Ende trotzdem erfolgreich.
19. April 2026
Die Wiese, wo letztes Jahr 5 Kitze gefunden wurden ist Heute früh am Morgen um 06.00 lediglich von einem Rehbock benutzt. So kann der Bauer beruhigt mähen.
Auch ein anderer Bauer hat 3 Wiesen angemeldet. Die sind völlig frei von Wild und somit "sicher".
Alle diese Wiesen hatten wir schon am Vorabend überprüft. Da waren noch insgesamt vier Rehe präsent, aber keine Kitze.
11. April 2026
Heute treffen wir uns zu Hauptprobe mit den Absuchen einer grossen und mehrerer kleinerer Wiesen, die vermutlich demnächst gemäht werden dürften. Nicht unerwartet finden wir noch keine Rehkitze, aber immerhin 2 Rehe - eine Geiss und einen Bock.
März 2026
Das Jahr 2026 hat für uns damit begonnen unser Equipment zu überprüfen und erste Flugübungen zu machen. Nach der langen Pause ist vor allem das wieder erlangen der Fingerfertigkeit für exakte Flugmanöver wichtig.
So treffen wir uns insgesamt 3 x zu Flugübungen, einmal auch mit unseren Kollegen der Rehkitzrettung Birsigtal.
Zudem gibt es online Infoabende die von Rehkitzrettung Schweiz organisiert sind, um technische Änderungen in der Flugplanungs-Software vorzustellen.